Trier, die älteste Stadt Deutschlands, überrascht erneut mit einem spektakulären archäologischen Fund: Bei Ausgrabungen in einem bislang wenig erforschten Bereich der Stadt entdeckten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Überreste römischer Werkstätten, die einen bisher unbekannten Einblick in das wirtschaftliche Leben der antiken Metropole gewähren. Die Funde bestätigen einmal mehr, dass Trier nicht nur als Verwaltungssitz und religiöses Zentrum im römischen Reich bedeutend war, sondern auch ein florierendes Produktions- und Handelszentrum darstellte.
Werbung
Die Ausgrabungen, geleitet von einem interdisziplinären Team aus Archäologinnen, Historikern und Bauforschern, konzentrieren sich auf den südwestlichen Teil der Stadt, unweit des römischen Amphitheaters. Dort stießen die Forschenden auf mehrere Räume mit Spuren von handwerklicher Tätigkeit, darunter Schmiedewerkstätten, Töpfereien und Werkstätten für Metallverarbeitung. Besonders bemerkenswert ist die Vielfalt der produzierten Güter: von Alltagsgegenständen wie Nägeln, Werkzeugen und Gefäßen bis zu hochwertigen dekorativen Objekten, die auf einen wohlhabenden Kundenkreis hindeuten.