Die Startseite Kulturpfade Bauhaus Dessau präsentiert Sonderausstellung zu selten gezeigten Archivstücken

Bauhaus Dessau präsentiert Sonderausstellung zu selten gezeigten Archivstücken

von Konrad Goller

Werbung

Dessau, die Stadt, die wie keine zweite für die Ideen des Bauhauses steht, öffnet erneut ihre Türen für kunst- und designinteressierte Besucherinnen und Besucher. Das Bauhaus Dessau Museum hat eine Sonderausstellung angekündigt, die sich ganz einem besonderen Schatz widmet: bislang selten gezeigten Archivmaterialien, die einen tiefen Einblick in den Alltag, die Experimente und die Entwürfe der Bauhauszeit geben. Unter dem Titel „Verborgene Linien – Das Bauhaus neu entdeckt“ wird vom kommenden Monat an ein breites Spektrum an Originaldokumenten, Skizzen, Fotografien und Prototypen präsentiert.

Werbung

Die Ausstellung richtet sich nicht nur an Fachleute, sondern auch an alle, die sich für die kreative Kraft der Moderne interessieren. Sie beleuchtet Aspekte, die bislang wenig Beachtung gefunden haben, und zeigt, dass das Bauhaus weit mehr war als die bekannten Ikonen der Architektur und des Möbeldesigns. Vielmehr handelte es sich um eine Bewegung, die in jedem Winkel von Dessau experimentierte, kommunizierte und soziale Visionen entwarf – und viele dieser Spuren sind in den Archiven erhalten geblieben.


Die Idee hinter der Ausstellung

„Wir wollten den Blick erweitern“, erklärt Kuratorin Dr. Lena Hoffmann. „Die bekannten Entwürfe der Bauhaus-Meister hängen in allen Büchern. Doch in den Archiven liegen die Skizzen von Studierenden, die Notizen zu Experimenten, die kaum realisiert wurden, und Fotografien, die das alltägliche Leben im Bauhaus zeigen. Diese Materialien erzählen die Geschichten des Bauhauses aus einer neuen Perspektive.“

Die Ausstellung entstand in enger Zusammenarbeit mit internationalen Bauhaus-Forschern. Ziel war es, Materialien zu präsentieren, die sonst selten der Öffentlichkeit zugänglich sind, und dabei die Methoden, Denkweisen und kreativen Prozesse sichtbar zu machen, die das Bauhaus ausmachen.


Einblicke in die Archive

Die gezeigten Archivstücke stammen aus verschiedenen Quellen: von persönlichen Nachlässen der Studierenden über gesammelte Unterrichtsnotizen bis hin zu bislang unveröffentlichten Fotografien der Werkstätten. Besonders eindrucksvoll ist die Sammlung experimenteller Entwürfe für Möbel und Gebrauchsgegenstände. Viele dieser Objekte wurden nie produziert, weil Materialien fehlten oder die Ideen zu innovativ für die damalige Zeit waren.

Besucherinnen und Besucher können zum Beispiel Skizzen von Gunta Stölzl entdecken, die ihre Textilentwürfe in ungewöhnlichen Farbkombinationen und Webtechniken testete, oder Aufzeichnungen von László Moholy-Nagy, in denen er Licht- und Bewegungsexperimente dokumentierte. Auch Briefe, Tagebücher und Fotografien bieten Einblicke in die alltäglichen Abläufe der Studierenden, die das Bauhaus zu einem einzigartigen Ort des Lernens und Experimentierens machten.

Ein Highlight ist die Präsentation von Entwürfen, die auf den ersten Blick schlicht wirken, bei genauerem Hinsehen aber außergewöhnliche Innovationen enthalten – etwa neue Ansätze für modulare Möbel, die später erst in den 1950er-Jahren wieder aufgegriffen wurden.

Sie können auch mögen

Kontaktinformationen

logo

Haftungsausschluss

Diese Seite ist nicht zur Diagnose gedacht. Die Ergebnisse können variieren. Diese Informationen sind keine direkte Empfehlung und sollten nicht als solche interpretiert werden. Dies ersetzt keine persönliche Beratung oder Untersuchung durch einen autorisierten Spezialisten. Konsultieren Sie vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln einen Spezialisten. Die bereitgestellten Informationen sollten als Empfehlungen für einen dauerhaften Lebensstil verwendet werden und sollten eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung nicht ersetzen.