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Konrad Goller

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Dessau, die Stadt, die wie keine zweite für die Ideen des Bauhauses steht, öffnet erneut ihre Türen für kunst- und designinteressierte Besucherinnen und Besucher. Das Bauhaus Dessau Museum hat eine Sonderausstellung angekündigt, die sich ganz einem besonderen Schatz widmet: bislang selten gezeigten Archivmaterialien, die einen tiefen Einblick in den Alltag, die Experimente und die Entwürfe der Bauhauszeit geben. Unter dem Titel „Verborgene Linien – Das Bauhaus neu entdeckt“ wird vom kommenden Monat an ein breites Spektrum an Originaldokumenten, Skizzen, Fotografien und Prototypen präsentiert.

Die Ausstellung richtet sich nicht nur an Fachleute, sondern auch an alle, die sich für die kreative Kraft der Moderne interessieren. Sie beleuchtet Aspekte, die bislang wenig Beachtung gefunden haben, und zeigt, dass das Bauhaus weit mehr war als die bekannten Ikonen der Architektur und des Möbeldesigns. Vielmehr handelte es sich um eine Bewegung, die in jedem Winkel von Dessau experimentierte, kommunizierte und soziale Visionen entwarf – und viele dieser Spuren sind in den Archiven erhalten geblieben.


Die Idee hinter der Ausstellung

„Wir wollten den Blick erweitern“, erklärt Kuratorin Dr. Lena Hoffmann. „Die bekannten Entwürfe der Bauhaus-Meister hängen in allen Büchern. Doch in den Archiven liegen die Skizzen von Studierenden, die Notizen zu Experimenten, die kaum realisiert wurden, und Fotografien, die das alltägliche Leben im Bauhaus zeigen. Diese Materialien erzählen die Geschichten des Bauhauses aus einer neuen Perspektive.“

Die Ausstellung entstand in enger Zusammenarbeit mit internationalen Bauhaus-Forschern. Ziel war es, Materialien zu präsentieren, die sonst selten der Öffentlichkeit zugänglich sind, und dabei die Methoden, Denkweisen und kreativen Prozesse sichtbar zu machen, die das Bauhaus ausmachen.


Einblicke in die Archive

Die gezeigten Archivstücke stammen aus verschiedenen Quellen: von persönlichen Nachlässen der Studierenden über gesammelte Unterrichtsnotizen bis hin zu bislang unveröffentlichten Fotografien der Werkstätten. Besonders eindrucksvoll ist die Sammlung experimenteller Entwürfe für Möbel und Gebrauchsgegenstände. Viele dieser Objekte wurden nie produziert, weil Materialien fehlten oder die Ideen zu innovativ für die damalige Zeit waren.

Besucherinnen und Besucher können zum Beispiel Skizzen von Gunta Stölzl entdecken, die ihre Textilentwürfe in ungewöhnlichen Farbkombinationen und Webtechniken testete, oder Aufzeichnungen von László Moholy-Nagy, in denen er Licht- und Bewegungsexperimente dokumentierte. Auch Briefe, Tagebücher und Fotografien bieten Einblicke in die alltäglichen Abläufe der Studierenden, die das Bauhaus zu einem einzigartigen Ort des Lernens und Experimentierens machten.

Ein Highlight ist die Präsentation von Entwürfen, die auf den ersten Blick schlicht wirken, bei genauerem Hinsehen aber außergewöhnliche Innovationen enthalten – etwa neue Ansätze für modulare Möbel, die später erst in den 1950er-Jahren wieder aufgegriffen wurden.

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Der Römische Limes – jahrhundertelang Grenze, heute Zeugnis antiker Ingenieurskunst – erhält einen neuen Stellenwert im globalen Erbe. Die UNESCO hat offiziell entschieden, die Welterbeliste um zusätzliche Schutzbereiche entlang der ehemaligen Grenzanlagen zu erweitern. Damit werden nicht nur bestehende Fundstellen stärker geschützt, sondern auch bislang weniger bekannte Abschnitte in die internationale Aufmerksamkeit gerückt. Für Archäologinnen und Archäologen, Historikerinnen und Historiker sowie für die deutsche Kulturlandschaft ist dies ein bedeutender Schritt: Der Limes, der sich einst über fast 550 Kilometer quer durch Deutschland erstreckte, wird als Gesamtkonzept noch klarer erfahrbar und erlebbar.

Die Erweiterung betrifft insbesondere Gebiete in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern, wo in den letzten Jahren zahlreiche neue Ausgrabungen und Befunde dokumentiert wurden. Dabei geht es nicht allein um Mauern oder Türme: Auch Wege, Lagerplätze, Signalstationen und Siedlungen entlang des Grenzverlaufs sollen künftig unter Schutz stehen. Ziel ist es, ein möglichst vollständiges Bild der römischen Grenzbefestigungen zu erhalten und gleichzeitig die natürlichen und kulturellen Landschaften entlang der Strecke zu bewahren.


Ein Erbe von europäischer Dimension

Der Römische Limes war nicht nur ein militärisches Bauwerk, sondern auch ein komplexes System von Infrastruktur, Handel und Kulturtransfer. Er verband das römische Reich mit den germanischen Stammesgebieten und ermöglichte über Jahrhunderte einen Austausch, der wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklungen prägte. Die UNESCO betont in ihrer Begründung, dass der Limes „ein einmaliges Zeugnis der römischen Grenzverwaltung und der Wechselwirkung zwischen antiken Imperien und lokalen Gemeinschaften“ darstellt.

Mit der Ausweitung der Schutzbereiche sollen diese Zusammenhänge noch deutlicher sichtbar werden. Besucherinnen und Besucher können künftig an mehreren Punkten entlang des Limes auf interaktive Informationsstationen treffen, die über den historischen Kontext, archäologische Befunde und die Lebenswelt römischer Grenzsoldaten informieren.


Neue Schutzmaßnahmen und Nachhaltigkeit

Die Aufnahme zusätzlicher Flächen in die Welterbeliste bedeutet nicht nur Aufmerksamkeit, sondern auch verbindliche Schutzpflichten. Die zuständigen Landesbehörden haben bereits begonnen, detaillierte Schutzpläne zu erstellen. Dazu gehören unter anderem:

  • Begrenzung von Baumaßnahmen: Neubauten oder infrastrukturelle Projekte dürfen nur unter strenger Aufsicht und nach archäologischer Prüfung umgesetzt werden.

  • Pflege der Landschaften: Historische Wege, Gräben und Siedlungsreste sollen naturnah erhalten und vor Erosion geschützt werden.

  • Öffentlichkeitsarbeit und Bildung: Lokale Schulen, Museen und Tourismuszentren werden verstärkt in die Vermittlung der Welterbe-Thematik eingebunden.

  • Forschung und Dokumentation: Neue Schutzbereiche werden systematisch erfasst, digital dokumentiert und für wissenschaftliche Zwecke zugänglich gemacht.

Besonders wichtig ist den Verantwortlichen, dass die Maßnahmen nicht nur die archäologischen Strukturen schützen, sondern auch den Tourismus nachhaltig fördern. Zahlreiche Wander- und Radwege entlang des Limes werden ausgebaut oder besser ausgeschildert, um Besucherinnen und Besuchern ein einheitliches Erlebnis zu bieten.


Historische Bedeutung der neuen Bereiche

Die neu ausgewiesenen Schutzgebiete enthalten mehrere bedeutende Fundstellen, darunter:

  • Römische Kastelle in Rheinland-Pfalz: Hier wurden in den letzten Jahren umfangreiche Grabungen durchgeführt, die neue Erkenntnisse über militärische Organisation und Versorgungsketten liefern.

  • Signal- und Wachtürme in Baden-Württemberg: Einige dieser Türme sind besonders gut erhalten und bieten einen Blick auf die strategische Planung der Grenzanlagen.

  • Siedlungsreste in Bayern: Archäologische Auswertungen zeigen, dass entlang des Limes nicht nur Soldaten, sondern auch zivile Gemeinschaften lebten und Handel betrieben.

Die UNESCO hebt hervor, dass gerade die Kombination von militärischen, zivilen und landschaftlichen Aspekten den Limes zu einem einzigartigen Welterbe macht.

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Nürnbergs Altstadt gehört zu тем местам, где Vergangenheit und Gegenwart ohne sichtbare Naht ineinander übergehen. Kopfsteinpflaster, schmale Durchgänge, versteckte Innenhöfe und der stetige Blick auf die Burg verleihen dem historischen Zentrum einen unverwechselbaren Rhythmus. Doch die Stadt hat erkannt, dass selbst traditionsreiche Gassen einen behutsamen Impuls brauchen, um sich weiterzuentwickeln – besonders in den Abendstunden. Genau hier setzt das neue Lichtkonzept an, das seit Kurzem schrittweise umgesetzt wird und bereits jetzt deutliche Veränderungen im Stadtbild zeigt.

Die Initiative entstand aus einer Kombination aus städtebaulichem Anspruch und wachsender Nachfrage nach angenehmen, gut gestalteten Abendräumen. Während tagsüber das rege Treiben von Touristen und Einheimischen die Altstadt füllt, zeigte sich nach Einbruch der Dunkelheit ein anderes Bild: einige Gassen wirkten abgeschottet, andere übermäßig hell und unruhig. Die Stadtverwaltung wollte beides korrigieren und den Charakter der historischen Struktur gleichzeitig stärken. Herausgekommen ist ein Lichtkonzept, das nicht allein funktional ist, sondern Geschichten erzählen soll – Geschichten aus Stein, Holz und Jahrhunderten.

Bereits der erste Rundgang nach der Installation der neuen Beleuchtung zeigt, wie viel nuancierter sich die Altstadt nun präsentiert. An den Fachwerkfassaden entstehen weiche Schatten, die das filigrane Holzgeflecht betonen, ohne es zu überzeichnen. Zarte Lichtlinien entlang der Gebäude betonen die ursprünglichen Fluchten der Gassen und schaffen Klarheit, wo früher eher zufällige Inseln von Licht und Dunkelheit existierten. Viele Besucher berichten, dass die Altstadt dadurch besser „lesbar“ geworden ist – man spürt die historische Struktur deutlicher, ohne dass etwas künstlich wirkt.

Ein zentrales Element des Projekts ist die Farbtemperatur. Statt starkem Weiß setzt Nürnberg auf warme, beinahe kerzenartige Töne. Diese Entscheidung ist kein Zufall: Untersuchungen hatten gezeigt, dass warmes Licht nicht nur die Bausubstanz schöner hervorhebt, sondern auch das Sicherheitsempfinden vieler Menschen verbessert. Der Effekt ist tatsächlich spürbar. Wo früher grelles Licht Härten erzeugte oder dunkle Ecken unangenehm wirkten, entsteht heute ein harmonisches Bild, das Besucher förmlich einlädt, weiterzugehen, sich umzusehen und stehen zu bleiben.

Besonders auffällig sind die neu gestalteten Übergänge zwischen belebten Hauptstraßen und kleineren Seitengassen. Diese Zonen wurden bislang oft ignoriert oder als reine Durchgangsbereiche genutzt. Mit dem neuen Lichtkonzept sind sie zu kleinen Bühnen des Alltags geworden. Der Übergang wird durch sanft ansteigende Helligkeit gestaltet, sodass der Blick automatisch in die Gasse gezogen wird. Wer abends durch die Altstadt schlendert, entdeckt nun Orte, die zuvor kaum bewusst wahrgenommen wurden.

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Das Kunstmuseum Stuttgart gehört seit vielen Jahren zu den prägendsten Kulturadjekten der Stadt. Der gläserne Kubus am Schlossplatz ist zum vertrauten Orientierungspunkt geworden – ein Ort, an dem sich der Alltag der Stadt und die Welt der Kunst begegnen. Doch jetzt beginnt für das Museum eine neue Phase: Stuttgart hat die Modernisierungspläne offiziell bestätigt, und damit ist klar, dass das Haus in den kommenden Jahren umfassend umgestaltet wird. Ziel ist es, das Museum funktional weiterzuentwickeln, räumlich zu erweitern und gestalterisch an die Anforderungen einer zeitgemäß kuratierten Kunstlandschaft anzupassen.

Mit der Ankündigung setzt die Stadt ein kulturpolitisches Signal. In einer Zeit, in der viele Museen mit Platzmangel, veralteter Infrastruktur oder eingeschränkten Präsentationsmöglichkeiten kämpfen, soll das Kunstmuseum Stuttgart fit für die kommenden Jahrzehnte gemacht werden. Die Modernisierung betrifft dabei sowohl den markanten Baukörper oberhalb des Schlossplatzes als auch die unterirdischen Ausstellungsräume, die tief unter die Königstraße reichen.


Warum der Umbau notwendig wurde

Schon seit einigen Jahren war spürbar, dass das Museum an Kapazitätsgrenzen stößt. Die Ausstellungsflächen waren oft ausgelastet, Sonderausstellungen mussten räumlich eingeschränkt geplant werden, und auch die Wegeführung entsprach nicht mehr ganz den heutigen Erwartungen an Barrierefreiheit und Besuchendenkomfort.

Mehrere Aspekte hatten die Debatte zuletzt verstärkt:

  • Anstieg der Besucherzahlen: Besonders große Sonderausstellungen führten regelmäßig zu Engpässen in den Zugangsbereichen.

  • Erhöhte klimatische Anforderungen: Moderne Kunstpräsentation verlangt komplexe Klimatisierungs- und Beleuchtungssysteme, die im bestehenden Zustand nur begrenzt umsetzbar waren.

  • Digitalisierung: Der Wunsch, digitale Vermittlungsformate stärker in den Museumsalltag zu integrieren, stellte neue Anforderungen an die Infrastruktur.

  • Erweiterte Sammlungsschwerpunkte: Das Museum besitzt mittlerweile deutlich mehr Werke zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler, als bisher sinnvoll gezeigt werden konnte.

Die Modernisierung soll diese Herausforderungen systematisch adressieren und dem Museum Spielraum für neue kuratorische Konzepte geben.


Der Kern der Umbaupläne

Die nun bestätigte Planung besteht aus mehreren Bausteinen, die ineinandergreifen. Der Umbau soll nach und nach erfolgen, um das Museum – soweit es möglich ist – während der meisten Bauphasen geöffnet zu halten.

1. Erweiterung der Ausstellungsflächen

Ein zentrales Ziel ist die Schaffung zusätzlicher Ausstellungsräume. Überlegt wird, einzelne Bereiche der unterirdischen Ebenen neu zu strukturieren, um größere, flexiblere Räume zu schaffen. Das ermöglicht großformatige Installationen und Wechselausstellungen, die bisher aus Platzgründen kaum realisierbar waren.

2. Optimierung der Wegeführung

Der Zugang über den gläsernen Kubus bleibt bestehen, doch mehrere Übergänge sollen breiter, klarer und barrierefreier gestaltet werden. Besonders wichtig ist die neu konzipierte Verbindung zwischen Erdgeschoss, Untergeschossen und Museumsshop, damit der Besuchsfluss harmonischer wird.

3. Neue Technik für Klimatisierung und Beleuchtung

Moderne Kunstwerke reagieren oft empfindlich auf Temperatur- und Lichtschwankungen. Daher erhält das Museum ein neues Klimasystem, das sowohl energieeffizient als auch materialschonend arbeitet. Auch die Beleuchtung wird komplett erneuert: Mit flexibel steuerbaren LED-Systemen können kuratorische Teams nun feinere Akzente setzen.

4. Mehr Raum für Vermittlung und Workshops

Da Vermittlungsprogramme in den vergangenen Jahren stark gewachsen sind, sollen neue Räume für Workshops, Schülergruppen und Veranstaltungen geschaffen werden. Dies folgt einem klaren kulturpädagogischen Leitgedanken: Das Museum soll ein öffentlicher Ort sein, an dem Menschen aktiv mit Kunst in Kontakt treten – nicht nur passiv.

5. Einbindung digitaler Formate

Digitales Storytelling, virtuelle Rundgänge, interaktive Touchpoints und mobile Angebote sollen künftig viel stärker ins Museumskonzept eingebunden werden. Dafür wird die technische Infrastruktur grundlegend angepasst: besseres WLAN, neue Serverkapazitäten und medienfähige Wände gehören ebenfalls zum Umbau.

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Es gibt Orte in Hamburg, an denen man die Nähe zwischen Stadt und Wasser stärker spürt als anderswo. Die Elbe ist nicht nur eine geografische Linie, sondern ein lebendiger Strom, der die Identität der Hansestadt seit Jahrhunderten prägt. Und doch gab es lange Zeit Bereiche entlang des Hafens, die für die Öffentlichkeit kaum zugänglich oder nur schwer erfahrbar waren. Nun hat sich das geändert: Die Stadt hat einen weiteren Abschnitt der Hafenpromenade eröffnet – direkt an den Elbbrücken, einer Zone, die bisher eher als Transitpunkt denn als Aufenthaltsort wahrgenommen wurde.

Mit der Erweiterung erhält Hamburg nicht einfach einen neuen Spazierweg. Es entsteht ein Stück Stadtlandschaft, das Arbeitswelt, maritime Infrastruktur, moderne Architektur und städtisches Leben miteinander verbindet. Die Eröffnung wird von vielen als wichtiger Schritt gesehen, um die Elbe wieder näher an die Menschen zu bringen.


Ein Projekt mit langer Vorgeschichte

Die Idee, den Hafensaum Stück für Stück zugänglich zu machen, ist nicht neu. Bereits vor Jahrzehnten begann die Stadt damit, Promenaden auszubauen, alte Flächen umzunutzen und Übergänge zu schaffen, wo früher Zäune, Fabrikareale oder rein funktionale Hafenwege dominierten. Die Öffnung des Überseequartiers, die Umgestaltung der Landungsbrücken und die Entwicklung der HafenCity waren wichtige Bausteine dieser Entwicklung.

Der Abschnitt an den Elbbrücken stellt nun eine Art Verbindungsglied dar: Er verbindet die östlichen Bereiche der HafenCity mit den weitläufigeren Promenadenabschnitten entlang des Stroms und macht damit ein Gebiet zugänglich, das bisher eher als Randzone wirkte.


Was wurde genau eröffnet?

Der neue Abschnitt erstreckt sich zwischen den östlichen HafenCity-Bauten, der U- und S-Bahnstation „Elbbrücken“ und einem zuvor kaum wahrgenommenen Uferstreifen. Die Erweiterung umfasst:

  • Einen breiten, hochwertig gestalteten Fußweg, der sich sanft oberhalb der Wasserlinie entlangschlängelt.

  • Neue Sitz- und Aufenthaltsbereiche, gestaltet aus Holz und witterungsbeständigen Materialien, die sich harmonisch in die bestehende Hafenarchitektur einfügen.

  • Aussichtsplateaus, die bewusst höher gesetzt wurden, um freie Sicht auf Hafenkräne, Elbverlauf und vorbeiziehende Schiffe zu ermöglichen.

  • Naturnahe Uferzonen, die bepflanzt wurden, um die ökologische Qualität des Abschnitts zu verbessern und Lebensraum für Wasservögel zu schaffen.

  • Sichere Übergänge zur angrenzenden Infrastruktur, etwa zur Radroute entlang der Versmannstraße.

Dass gerade dieser Bereich jetzt begehbar ist, war planerisch eine Herausforderung. Die Nähe zur aktiven Hafenlogistik und den Verkehrsachsen machte detaillierte Abstimmungen notwendig. Die Eröffnung zeigt, wie erfolgreich diese Arbeit gewesen ist.


Die Elbbrücken als symbolischer Ort

Die Elbbrücken bilden seit jeher eine Art Tor zur Stadt. Wer aus dem Süden nach Hamburg kommt, überquert sie unweigerlich. Sie stehen für Ankunft, für die Verbindung zwischen Innen- und Außenwelt, für die Idee der Hansestadt als Ort des Übergangs.

Doch für Fußgänger waren die Brücken viele Jahre eher Durchgangsorte mit wenig Aufenthaltsqualität. Die neue Promenade verändert dieses Bild. Sie schafft erstmals die Möglichkeit, den Bereich bewusst zu erleben: Man kann stehen bleiben, den Blick schweifen lassen, Schiffe beobachten, die Skyline betrachten – und das alles in einer Umgebung, die sowohl urban als auch naturnah wirkt.

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Wer schon einmal rund um den Kölner Dom unterwegs war, kennt die besondere Mischung aus Geschichte, Menschenströmen und stetigem Verkehr. Auf der einen Seite ragt die gotische Kathedrale in den Himmel und prägt das Stadtbild seit Jahrhunderten. Auf der anderen Seite drängen sich Busse, Taxis, Lieferfahrzeuge und Autos aneinander vorbei, während Besucher aus aller Welt die Domplatte überqueren.

Nun hat die Stadt Köln ein Projekt gestartet, das diese vertraute Dynamik grundlegend verändern soll: Rund um den Dom entsteht eine neue autofreie Zone. Die Pilotphase hat begonnen, und schon die ersten Tage zeigen, wie stark dieser Schritt die Wahrnehmung des Ortes beeinflusst.

Das Konzept ist nicht nur eine verkehrspolitische Entscheidung. Es ist ein städtebaulicher Versuch, Raum neu zu verteilen, Aufenthaltsqualität zu steigern und die besondere Würde des Platzes hervorzuheben. Dabei orientiert sich das Projekt an erfolgreichen Beispielen anderer europäischer Städte, die zentrale Plätze bewusst vom Autoverkehr entlasten. Köln geht nun einen ähnlichen Weg – mit einem Konzept, das sowohl pragmatisch als auch zukunftsorientiert wirkt.


Warum gerade jetzt?

Die Idee einer autofreien Domumgebung steht schon lange im Raum. Immer wieder gab es Diskussionen darüber, die Belastung durch Lärm, Abgase und chaotische Verkehrsströme zu reduzieren. Doch erst in diesem Jahr erhielt das Projekt den notwendigen politischen Rückhalt und eine klar formulierte Umsetzungsstrategie.

Mehrere Faktoren spielten dabei eine Rolle:

  • Der starke Besucherandrang, der besonders an Wochenenden zu Engpässen führt.

  • Die Verkehrssicherheit, die durch enge Übergänge und häufige Konflikte zwischen Fußgängern, Fahrrädern und Autos beeinträchtigt wird.

  • Der Wunsch nach einem städtischen Raum, der dem kulturellen Wert des Domumfelds gerecht wird.

Vor allem aber ist es der Versuch, die Innenstadt langfristig zu entlasten und die öffentlichen Flächen bewusster zu gestalten.

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Wer in Berlin lebt oder die Stadt regelmäßig besucht, kennt dieses Gefühl: Man geht über den Alexanderplatz, zwischen Pendlern, Touristen und Straßenmusikern, und irgendwann hebt sich der Blick unweigerlich nach oben – zu dem ikonischen Turm, der schon seit Jahrzehnten über allem steht. Der Berliner Fernsehturm gehört zur Stadt wie die Spree oder das Brandenburger Tor. Doch selbst langjährige Berlinerinnen und Berliner hatten in den vergangenen Monaten einen Grund, besonders gespannt zu sein: Die Panoramaterrasse, die seit Jahren hohe Besucherzahlen verzeichnet, wurde umfassend renoviert und ist nun wieder geöffnet.

Die Wiedereröffnung ist nicht einfach ein weiteres Ereignis im Berliner Alltag. Sie ist ein kleines Stadtfest, eine Einladung, Berlin neu zu sehen – wortwörtlich. Denn die Veränderungen sind nicht nur baulich, sondern auch atmosphärisch. Die Terrasse verbindet Geschichte, moderne Technik und ein neues Verständnis für den Umgang mit städtischen Wahrzeichen.


Ein Ort, der Berlin mitprägt

Als der Fernsehturm 1969 eröffnet wurde, war er eine architektonische Ansage. Die DDR wollte ein sichtbares Symbol technologischer Stärke schaffen. Heute, 55 Jahre später, hat sich seine Bedeutung gewandelt: Aus einem politischen Monument wurde ein Ort urbaner Identität. Dort oben, in mehr als 200 Metern Höhe, steht man über den Straßen, Baustellen, Innenhöfen, Straßenbahnen und Menschenströmen der Stadt – und dennoch ist man mittendrin.

Die Panoramaterrasse war schon früher ein Publikumsmagnet, doch viele empfanden das Innere zuletzt als etwas in die Jahre gekommen. Die Blicke waren weiterhin spektakulär, aber die Gesamtwirkung wirkte etwas verblasst. Genau deshalb entschieden sich die Betreiber für eine Renovierung, die nicht nur kosmetische Verbesserungen bringen sollte, sondern ein neues Raumgefühl.


Warum eine Renovierung notwendig wurde

Die Gründe waren vielfältig. Zum einen hatten sich in den letzten Jahren immer mehr Besucherinnen und Besucher über enge Bereiche und eine veraltete Informationsdarstellung beklagt. Zum anderen entsprach der technische Stand der Ausstattung nicht mehr aktuellen Anforderungen – etwa im Hinblick auf Energieeffizienz, Besucherlenkung oder barrierearme Gestaltung.

Auffällig war vor der Renovierung vor allem die Tatsache, dass viele historische Elemente aus den Anfangsjahren des Fernsehturms noch vorhanden waren. Diese hatten zwar Charme, aber es war Zeit für eine sensible Modernisierung, die den Charakter des Ortes bewahrt und dennoch ein zeitgemäßes Erlebnis bietet.


Was sich geändert hat: Modernisierung mit Bedacht

Bei der neuen Panoramaterrasse geht es nicht um ein komplett neues Konzept, sondern um ein Update, das sich an der Geschichte orientiert. Die Rundumverglasung wurde gereinigt, erneuert oder – wo notwendig – ausgetauscht. Das Ergebnis ist beeindruckend: Die Sicht ist klarer als zuvor, und bei gutem Wetter kann man bis zu 70 Kilometer weit schauen.

Auch das Beleuchtungssystem wurde modernisiert. Statt neutralen, eher kühlen Lichtern gibt es jetzt ein warmes Lichtkonzept, das den Raum angenehmer und einladender macht. Vor allem bei Sonnenuntergang entsteht eine besondere Atmosphäre – die Stadt färbt sich golden, und die Terrasse wirkt wie ein schwebender Ring aus Licht.

Die neue Ausstellungsgestaltung gehört zu den Highlights. Interaktive Infotafeln informieren über die Geschichte Berlins, Veränderungen der Stadtentwicklung, geplante Bauprojekte sowie über den Fernsehturm selbst. Besucherinnen und Besucher können nun historische Fotos mit der heutigen Aussicht vergleichen, und digitale Karten zeigen, wie sich die Stadt über die Jahrzehnte verändert hat.


Ein Blick auf Berlin – neu gedacht

Der Fernsehturm ist bekannt für seine Rotationsplattform, die im Restaurantbereich mit einem langsamen, stetigen Dreh die gesamte Stadt unter einem kreisen lässt. Die Panoramaterrasse dagegen ist stationär – und gerade deshalb wirken die Veränderungen dort so stark.

Man bewegt sich im eigenen Tempo durch den Raum und bleibt an den Stellen stehen, die einen faszinieren. Der Blick auf den Dom wirkt nun schärfer, das Scheinen der Spree bei Sonnenschein intensiver, das Gewimmel am Hackeschen Markt weit unten beinahe wie ein Miniaturmodell.

Besonders eindrucksvoll ist der Abschnitt, der sich dem Osten der Stadt öffnet. Hier lassen sich Straßenzüge erkennen, die einst das Bild der DDR prägten. Die neuen Informationstafeln geben einen Einblick, wie sich ganze Viertel seit den 1990ern gewandelt haben, welche Gebäude verschwunden sind und welche typisch geblieben sind.

Berlin erscheint so nicht nur als moderne Metropole, sondern als Stadt, die ihre Schichten zeigt – und die Panoramaterrasse hilft dabei, diese zu lesen.

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