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Neuer Aussichtspunkt: Der Berliner Alex öffnet Panoramaterrasse nach Renovierung

von Konrad Goller

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Wer in Berlin lebt oder die Stadt regelmäßig besucht, kennt dieses Gefühl: Man geht über den Alexanderplatz, zwischen Pendlern, Touristen und Straßenmusikern, und irgendwann hebt sich der Blick unweigerlich nach oben – zu dem ikonischen Turm, der schon seit Jahrzehnten über allem steht. Der Berliner Fernsehturm gehört zur Stadt wie die Spree oder das Brandenburger Tor. Doch selbst langjährige Berlinerinnen und Berliner hatten in den vergangenen Monaten einen Grund, besonders gespannt zu sein: Die Panoramaterrasse, die seit Jahren hohe Besucherzahlen verzeichnet, wurde umfassend renoviert und ist nun wieder geöffnet.

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Die Wiedereröffnung ist nicht einfach ein weiteres Ereignis im Berliner Alltag. Sie ist ein kleines Stadtfest, eine Einladung, Berlin neu zu sehen – wortwörtlich. Denn die Veränderungen sind nicht nur baulich, sondern auch atmosphärisch. Die Terrasse verbindet Geschichte, moderne Technik und ein neues Verständnis für den Umgang mit städtischen Wahrzeichen.


Ein Ort, der Berlin mitprägt

Als der Fernsehturm 1969 eröffnet wurde, war er eine architektonische Ansage. Die DDR wollte ein sichtbares Symbol technologischer Stärke schaffen. Heute, 55 Jahre später, hat sich seine Bedeutung gewandelt: Aus einem politischen Monument wurde ein Ort urbaner Identität. Dort oben, in mehr als 200 Metern Höhe, steht man über den Straßen, Baustellen, Innenhöfen, Straßenbahnen und Menschenströmen der Stadt – und dennoch ist man mittendrin.

Die Panoramaterrasse war schon früher ein Publikumsmagnet, doch viele empfanden das Innere zuletzt als etwas in die Jahre gekommen. Die Blicke waren weiterhin spektakulär, aber die Gesamtwirkung wirkte etwas verblasst. Genau deshalb entschieden sich die Betreiber für eine Renovierung, die nicht nur kosmetische Verbesserungen bringen sollte, sondern ein neues Raumgefühl.


Warum eine Renovierung notwendig wurde

Die Gründe waren vielfältig. Zum einen hatten sich in den letzten Jahren immer mehr Besucherinnen und Besucher über enge Bereiche und eine veraltete Informationsdarstellung beklagt. Zum anderen entsprach der technische Stand der Ausstattung nicht mehr aktuellen Anforderungen – etwa im Hinblick auf Energieeffizienz, Besucherlenkung oder barrierearme Gestaltung.

Auffällig war vor der Renovierung vor allem die Tatsache, dass viele historische Elemente aus den Anfangsjahren des Fernsehturms noch vorhanden waren. Diese hatten zwar Charme, aber es war Zeit für eine sensible Modernisierung, die den Charakter des Ortes bewahrt und dennoch ein zeitgemäßes Erlebnis bietet.


Was sich geändert hat: Modernisierung mit Bedacht

Bei der neuen Panoramaterrasse geht es nicht um ein komplett neues Konzept, sondern um ein Update, das sich an der Geschichte orientiert. Die Rundumverglasung wurde gereinigt, erneuert oder – wo notwendig – ausgetauscht. Das Ergebnis ist beeindruckend: Die Sicht ist klarer als zuvor, und bei gutem Wetter kann man bis zu 70 Kilometer weit schauen.

Auch das Beleuchtungssystem wurde modernisiert. Statt neutralen, eher kühlen Lichtern gibt es jetzt ein warmes Lichtkonzept, das den Raum angenehmer und einladender macht. Vor allem bei Sonnenuntergang entsteht eine besondere Atmosphäre – die Stadt färbt sich golden, und die Terrasse wirkt wie ein schwebender Ring aus Licht.

Die neue Ausstellungsgestaltung gehört zu den Highlights. Interaktive Infotafeln informieren über die Geschichte Berlins, Veränderungen der Stadtentwicklung, geplante Bauprojekte sowie über den Fernsehturm selbst. Besucherinnen und Besucher können nun historische Fotos mit der heutigen Aussicht vergleichen, und digitale Karten zeigen, wie sich die Stadt über die Jahrzehnte verändert hat.


Ein Blick auf Berlin – neu gedacht

Der Fernsehturm ist bekannt für seine Rotationsplattform, die im Restaurantbereich mit einem langsamen, stetigen Dreh die gesamte Stadt unter einem kreisen lässt. Die Panoramaterrasse dagegen ist stationär – und gerade deshalb wirken die Veränderungen dort so stark.

Man bewegt sich im eigenen Tempo durch den Raum und bleibt an den Stellen stehen, die einen faszinieren. Der Blick auf den Dom wirkt nun schärfer, das Scheinen der Spree bei Sonnenschein intensiver, das Gewimmel am Hackeschen Markt weit unten beinahe wie ein Miniaturmodell.

Besonders eindrucksvoll ist der Abschnitt, der sich dem Osten der Stadt öffnet. Hier lassen sich Straßenzüge erkennen, die einst das Bild der DDR prägten. Die neuen Informationstafeln geben einen Einblick, wie sich ganze Viertel seit den 1990ern gewandelt haben, welche Gebäude verschwunden sind und welche typisch geblieben sind.

Berlin erscheint so nicht nur als moderne Metropole, sondern als Stadt, die ihre Schichten zeigt – und die Panoramaterrasse hilft dabei, diese zu lesen.

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